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Hohe Schulden der staatlichen Krankenfürsorge tauchen die Gesundheitsreform von Tony Blair in ein ungünstiges Licht. Bis Ende 2006 könnte das Defizit 750 Millionen Pfund (über 1 Milliarde Euro) betragen. Kritiker werfen dem Premier vor, dass System verschlinge zuviel Geld, weil es ineffizient sei und seinen Managern zuviel bezahle. Seit Labour 1997 an die Macht kam, haben sich die Ausgaben auf umgerechnet 133 Milliarden Euro verdreifacht. Für die Bürger ist die Behandlung durch den National Health Service - NHS - kostenlos, abgesehen von einer Rezeptgebühr, von umgerechnet 10 Euro. Krankenkassenbeiträge gibt es keine, da das System aus dem Steueraufkommen finanziert wird. Durch die erhöhten Investitionen ist die Versorgungsqualität etwas besser geworden. Allerdings sind Wartezeiten von bis zu 6 Monaten auf eine Operation immer noch an der Tagesordnung. Vor allem außerhalb der Großstädte ist der Ärztemangel weiterhin sehr erheblich. Insbesonders Patienten mit Zahnproblemen brauchen massive Geduld. Landesweit stehen mehr als 5500 von ihnen auf der Warteliste der NHS-Zahnärzte. Viele Patienten müssen bis zu 65 km weit fahren, um einen staatlichen Dentisten zu finden. Mit einer Reform, welche zum 01.04.2006 in Kraft trat, bekommen die Ärzte in staatliche Zahnartzpraxen ein garantiertes Einkommen. So soll verhindert werden, dass sich noch mehr Zahnärzte aus dem staatlichen System lösen und Privatpraxen eröffnen.
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