Circa 20 % aller Riestersparer haben beispielsweise bei der Hamburg Mannheimer AG für das Jahr 2007 noch keine Förderung beantragt. Die Frist dafür läuft nach zwei Jahren ab.
Viele Privatanleger lassen die Zulage der staatlich geförderten Riester-Rente in Deutschland gänzlich an sich vorbeiziehen. So gab beispielsweise die oben genannte Gesellschaft dieser Tage bekannt, dass 18 % der berechtigten Anleger für das Jahr 2007 innerhalb der vorgegebenen Frist keinen Zulagenanspruch gestellt hätten. Für diese Riestersparer ist es äußerst misslich, wenn sie die Förderung gänzlich verschenken. Erst durch die Zulage lohnt sich das Sparen zum Beispiel in Versicherungen oder andere Riesterprodukte. Die Anträge für das Jahr 2007 hätte man bis spätestens Ende 2009 einreichen müssen, nach dieser Frist verfällt der Anspruch für immer.
"Einen Riestervertrag abzuschließen ohne die Zulagen zu beantragen ist wie Autofahren mit angezogener Handbremse", das sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Union Investment. In der Vergangenheit waren Fachleute bereits davon ausgegangen, dass ein erheblicher Teil der Anleger ihre Zulagen der staatlich geförderten Riester-Rente nicht beantragen wird. Die ZDF-Verbraucher Sendung "WISO" nannte kürzlich sogar noch eine höhere Quote: Demnach hatten bis Anfang Dezember 2009 für das Förder-Jahr 2007 und 3,4 Millionen von damals 10,8 Millionen Riester- Sparern ihren Zulagen Antrag gestellt. "WISO" beruft sich dabei auf die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen, welche allerdings auf Anfrage noch keine endgültigen Zahlen für das Jahr 2007 bekannt gibt.
Die Riester-Rente in Deutschland ist eine freiwillige Ergänzung zur gesetzlichen Altersvorsorge. 2001 startete diese staatlich geförderte Vorsorge. Insgesamt sind nach Daten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales per Ende 9/09 und 13 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen worden. Mit circa 9,6 Millionen Verträgen entfällt der Großteil davon auf den Abschluss bei einem Versicherer. 2,5 Millionen sind Investmentfondsverträge.
Um die private Altersvorsorge der Menschen in Deutschland anzukurbeln, bezuschusst der Staat diese Produkte. Anleger erhalten seit 2008 jährlich eine Grundzulage von 154 € und für jedes Kind obendrauf nochmals per anno 185 €. Um jedoch die volle Zulage zu erhalten, müssen die Sparer jedoch mindestens jährlich 4 % des Vorjahreseinkommens in diesem Vertrag einbezahlen - vermindert um die Zulage des laufenden Jahres.
Den Antrag für die Zulage des Staates stellen die Anleger zum Beispiel bei dem Versicherer, wo sie den Vertrag abgeschlossen haben. Das Formular geht dann an die Zulagenstelle für Altersvermögen. Diese Zulage zahlt der Staat nur dann in vollem Umfang, wenn ein so genannter Mindestbetrag vom Versicherten in die private Altersvorsorge eingezahlt wird. Diese Mindestbetrag besteht aus dem eigenen Spar Anteil plus der staatlichen Förderung.
Das Verfahren, das Verbraucherschützer schon öfter als kompliziert kritisiert hatten, oder aber seither bereits etwas vereinfacht. Zum Beispiel können so Anleger nun einen Bauantrag stellen. Sowohl die Zulassungsstelle als auch die Anbieter von Riester- Verträgen verstehe nicht, warum viele Anleger diese geschenkte Zulage vom Staat nicht abrufen.
Der einmalige Aufwand, den so genannten Dauerzulagenantrag auszufüllen und wieder an die Versicherungsgesellschaft zu senden, ist sehr gering. Vermutlich sind einige Investoren/Sparer mit dem Antrag überfordert oder vergessen es ganz einfach, beziehungsweise denken auch, über die Steuerersparnis erhielten sie automatisch auch sofort die staatlichen Zulagen auf ihrem Versicherungskonto gutgeschrieben.
So hat man beispielsweise berechnet, dass die Riester- Sparer so dem Staat und 50 Mio Euro schenken. So versuchen die Gesellschaften jährlich, die Kunden auf den Zulageanspruch aufmerksam zu machen - nicht zuletzt weil auch dem jeweiligen Anbieter diese staatlichen Zulagen zugutekommen.
Die Hamburg-Mannheimer Versicherung AG in Hamburg weist so beispielsweise jährlich ihre Versicherten regelmäßig darauf hin, die staatliche Förderung auch zu beantragen. Bis Mitte 2009 hatten nach Angaben der gerade genannten Gesellschaft 93 % der Riester-Kunden die Zulage angefragt.
Sollten Sie mehr zu zu diesem Thema der Altersvorsorge wissen wollen, so freue ich mich auf Ihre Anfrage unter kup@ebuero.de, beziehungsweise Telefon +49. 711. 490 10 494 (Ansprechpartner ist Herr Henry Kotas).
Inwieweit diese besondere Form der Altersvorsorge für Deutsche im Ausland/Expats abgeschlossen werden kann, sollte speziell geprüft werden. Hierzu freue ich mich auf Ihre Anfrage.
Henry Kotas DKV AG
kotas.de henry-kotas.com
Seit 1994 weltweit tätig!
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