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Aktuelle News zum Thema Krankenversicherung im Ausland
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| 04.07.2006 |
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| Schweden - Das Land, wo sich das Kranksein noch lohnt |
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In Schweden ist das Gesundheitswesen noch eine überwigend staatliche Angelegenheit. Das Lieblingsthema vieler Schweden wird während der Zeit der Fußball-WM etwas in den Hintergrund gedrängt - die medizinische Versorgung im Land. Während die Regierung gerne das schwedische Modell in Europa preist und als beneidenswertes Vorbild hinstellt, sind die Schweden selbst schwerlich von den Vorzügen der Gesundheitspolitik zu begeistern. So gibt es lange Wartezeiten, Ärztemangel sowie massive Mittelkürzungen in der Psychatrie. So werden ganz vermehrt auch deutsche Ärzte und Fachpersonal von schwedischen Krankenhäusern angeworben, während einheimische Krankenschwestern und Doktoren ins Ausland ziehen. Es gibt aber in Schweden durchaus manch Wegweisendes in der Forschung und der Medizingerätetechnik vorzuweisen. So gibt es sogenannte Patientenhotels, welche an die Krankenhäuser angeschlossen sind. Junge Mütter können wenige Stunden nach der Geburt in diese Hotels hinziehen. Es werden neben einer Kosteneinsparung für die Krankenhäuser, die Patientinen in einer angenehmen Umgebung untergebracht. Obwohl die Klinikärzte und Schwestern im europäischen Vergleich nicht so gut verdienen (sowie geringere Arbeitszeiten haben), verrichten diese ihre Arbeit sehr gut und ohne Gedanken auf Streik. Kritik üben aber die Schweden an der Gesundheitsverwaltung und den zuständigen Politikern. So stufte die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa)erst kürzlich das System im Vergleich als "unteres Mittelmaß" in Europa ein. Wartezeiten + Leistungen haben sich in den vergangnen Jahren eher verschlechtert. Ärzte/Pflegepersonal wurde massiv zurückgefahren und die Zahl der Betten im KH ist halbiert worden. Schweden merkt langsam, dass es sich den alten bisherigen Sozialstaat immer weniger leisten kann. Der höchste Kostenanteil entfällt nicht auf Ärzte/Kliniken/Arzneimittel, sondern auf die Sozialversorgung im Lande. Obwohl die Bevölkerung im Lande eine hohe Lebenserwartung hat, sind im Vergleich zu den anderen Ländern Europas, nirgendwo mehr Menschen krank geschrieben als in Schweden. Hohe Arbeitslosenzahlen werden ganz verstärkt mit Krankschreibungen sowie Frühpensionierungen geschönt. Somit lohnt es sich in Schweden, kank zu sein. Die Menschen haben sich in 70 Jahren fast ununterbrochener Herrschaft einer einzigen Partei im Lande an eine umfassende staatliche Fürsorge gewöhnt. 3/5 der Schweden hängt durch Beihilfe oder Einkommen direkt von der öffentlichen Hand ab. Damit wird jegliche Eigeninitiative gelähmt und belastet ganz entscheidend den finanziellen Spielraum der Gesundheitsversorgung. Wer in Schweden krank ist, bekommt vom Staat bis zu 600 Tage (!!!) Krankengeld, in den ersten 100 Tagen ca. 80% des tatsächlichen Lohns (bis zu einer Grenze von 2150 Euro). Daher sind in Schweden ca. 3 mal so viele Menschen krank geschrieben, wie in Deutschland. Das Ganze wird zumeist aus Steuern bezahlt, nur ganz wenig Gebühren und Arbeitgeberabgaben gibt es dabei. Dafür sind die Steuern im Lande extrem hoch. Für jeden Besuch bei Arzt wird eine Gebühr von 13-26 Euro fällig, Medikamente kosten extra bis zu 100 Euro im Jahr. Außer bei Rentnern und Kindern/Jugendlichen, ist die Zahnbehandlung/Versorgung aus dem Leistungskatalog der Kassen herausgenommen worden. Damit muß der Rest Brücken, Kronen, Inlays, etc. selber bezahlen. Aufgrund stark gestiegener Kosten in Schweden eröffnete so im November 2005 ein Unternehmer in Stockholm eine Zahnklinik, mit auländischen Ärzten (überwigend aus Polen). Gleiches bahnt sich bei Operationen an. So eröffnete ein thailändisches Krankenhaus in der Hauptstadt eine Aufnahme, in der Diagnosen erstellt und auch gleich Termine vereinbart werden. In Phuket kann man dann gleich den Urlaub mit der OP verbinden und somit lange Wartezeiten (18 Monate und mehr!!!) umgehen. Die Gemeinden und Kreise entscheiden sich für immer weniger Ärzte und Betten in den Krankenhäusern. Hausärzte und solche die Hausbesuche machen, gibt es immer weniger. Auch an Bestrahlungsgeräten für Krebskranke, Orthopäden und Radiologen mangelt es. Die meisten Kranken gehen erst gar nicht zur "Pflegezentrale", in der sich staatliche/kommunale Ärzte zu einer Art Poliklinik (gab es schon in der DDR) zusammengeschlossen haben, sondern gleich zur völlig überlasteten Notaufnahme des nächsten Krankenhauses. Auch wird immer mehr die Verantwortlichkeit und die Kosten weg von der Politik, hin zu Gemeinden+Arbeitgebern gedrückt. Keine gute Entwicklung. Mit einer Voll-KV bei der DKV AG können Sie bei Bedarf weltweit und zeitlich unbegrenzt Schutz geniessen. Auch in Schweden. Fragen Sie nach, was es für Sie kostet. |
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