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Die neurologische Patienten-Versorgung in Irland ist „bestenfalls lückenhaft“ und „schlimmstenfalls katastrophal“.
Mit diesen Worten kritisieren irische Facharztverbände den Status Quo im staatlichen irischen Gesundheitswesen.
Demnach sind die Wartezeiten in der staatlichen Neurologie in den vergangenen fünf Jahren „deutlich länger“ geworden.
Zudem fehle es in den staatlichen irischen Krankenhäusern an Neurologen und an qualifiziertem Krankenpflegepersonal.
Aktuellen Zahlen des Dubliner Gesundheitsministeriums zufolge, leiden derzeit rund 700.000 Patienten in der Republik an neurologischen Krankheiten. Diese Zahl dürfte nach Einschätzung von Experten in den kommenden zehn Jahren auf „mehr als 800.000 Patienten“ steigen. Grund dafür sei unter anderem der demographische Trend. Schon heute seien tausende Neurologie-Patienten unterversorgt, da es an Fachärzten und an diagnostischen Angeboten fehle.
In Zahlen: Derzeit praktizieren in Irland 20 Neurologen für den staatlichen Gesundheitsdienst. „Wünschenswert wären 42 Neurologen“, so Mike Glynn von der Organisation „Neurological Alliance of Ireland“. Glynn verlangt von Gesundheitsministerin Mary Harney, mehr Neurologen einzustellen und neurologische Stationen in irischen Staatskrankenhäusern auszubauen. Irische Patientenverbände schlossen sich den Forderungen an.
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