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Aktuelle News zum Thema Krankenversicherung im Ausland

 

 

 

 
07.01.2008
Starker Anstieg der Beiträge in den gesetzlichen Kassen ab 2008
 
Kassenbeiträge künftig bis zu 712 Euro teurer: Auf gesetzlich Krankenversicherte kommen einer Studie zufolge mit der Einführung des Gesundheitsfonds im kommenden Jahr deutlich höhere Kosten zu. Das berichtet die "Bild"-Zeitung und beruft sich dabei auf Berechnungen des Münchener Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG). Nach den Ergebnissen der Forscher wird der umstrittene Gesundheitsfonds zunächst für eine deutliche Verteuerung der Kosten im Gesundheitswesen sorgen. So soll der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen auf 15,5 Prozent ansteigen. Mitglieder der gesetzlichen Kassen müssten danach bis zu 712 Euro mehr bezahlen. Dramatischer Anstieg der Ausgaben erwartet: In der für die Initiative Soziale Marktwirtschaft durchgeführten Studie gehen die Wissenschaftler bis zum 1. Januar 2009 von einem drastischen Anstieg der Ausgaben und auch der Beitragssätze aus. Liegt der durchschnittliche Beitragssatz der Kassen derzeit noch bei 14,8 Prozent, wird er bis zur Einführung des umstrittenen Gesundheitsfonds um 0,7 Prozentpunkte auf dann 15,5 Prozent ansteigen. 44 Millionen GKV-Mitglieder wären von diesen Erhöhungen betroffen und müssten dann mit zusätzlichen Beitragszahlungen von bis zu 712,80 Euro im Jahr rechnen, weil ihre Kassen derzeit teils noch deutlich niedrigere Sätze verlangten. Allerdings würden auch 5,5 Millionen gesetzlich Krankenversicherte entlastet, da sie derzeit höhere Sätze zahlten. Neun von zehn Kassen pessimistisch: Nach einer im Dezember 2007 veröffentlichten Studie glauben neun von zehn gesetzliche Krankenkassen nicht, dass Gesundheitsfonds und Einheitsbeitrag die Finanzierung des Gesundheitssystems auf Dauer sichern können. Aus der Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG (PwC) geht hervor, dass knapp 70 Prozent der Kassen mit steigenden und über 15 Prozent sogar mit stark steigenden Belastungen der Versicherten rechnen. Gesundheitsfonds - was ist das? Ab 1. Januar 2009 legen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Beitragssatz nicht mehr individuell fest - das Bundesgesundheitsministerium gibt ab diesem Zeitpunkt einen einheitlichen Satz vor. Die Versicherten zahlen in einen Gesundheitsfonds ein, der die Kassen finanziert. Kommen diese nicht mit den aus dem Fonds zugewiesenen Mitteln aus, können sie von ihren Mitgliedern einen zusätzlichen Beitrag einfordern. Dieser Zusatzbeitrag darf aber ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens des Versicherten nicht übersteigen und somit maximal 35 Euro im Monat betragen. Erwirtschaftet die Kasse einen Überschuss, kann sie diesen an die Versicherten auszahlen.

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