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Der Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, strebt eine Krankenversicherung für alle Bürger seines Staates an. Knapp 7 Mio. Menschen in Kalifornien hätten keinerlei Krankenversicherung, sagte der aus Österreich stammende Gouverneur am Wochenende in San Diego.
Der ehemalige Hollywood-Actionstar betonte, es sei „nicht zu entschuldigen und beschämend“, dass fast ein Sechstel der Menschen im reichsten US-Bundesstaat keine Gesundheitsversorgung hätten. „Unser Gesundheitssystem ist kaputt. Die Menschen erwarten von uns, dass wir es reparieren“, sagte Schwarzenegger.
„Wir brauchen ein System, in dem jeder eine Versicherung abschließen kann, unabhängig vom Alter und der Krankheitsgeschichte“, sagte der Gouverneur weiter. Arbeitnehmer in den USA sind darauf angewiesen, dass ihnen die Arbeitgeber eine Gesundheitsversorgung stellen. Arbeitslose und Rentner müssen das Geld für die teuren Prämien allein aufbringen - oder sind auf die unzureichenden Dienste in den Notfallabteilungen der öffentlichen Krankenhäuser angewiesen.
Schwarzenegger setzt sich für ein System ein, das von Arbeitgebern, Krankenhäusern und dem Staat finanziert werden soll. Jedes Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern soll demnach eine Versicherung für seine Angestellten stellen - oder in das staatliche Gesundheitssystem einzahlen.
Die Forderung nach einer allgemeinen Krankenversicherung wird in den USA in der Regel eher von linksgerichteten Anhängern der Demokratischen Partei erhoben. Schwarzenegger hatte sich allerdings im vergangenen Jahr in seinem Wahlkampf für das Thema eingesetzt - was letztlich zu seiner Wiederwahl beitrug. Unsicher ist allerdings, ob das Parlament von Kalifornien dem Plan des Gouverneurs auch zustimmen wird. Bislang hat nur der Ostküstenstaat Massachusetts ein für alle Bürger geltendes Gesundheitssystem. |